Termine26.11.26 | Die Fassade des frühneuzeitlichen Bürgerhauses in Straubing - VortragDonnerstag, 26. November 2026, 19:00 Uhr
Referent Michael Krok M.A., Bogen
Ort Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing – Vortragssaal
Veranstalter Historischer Verein für Straubing e.V.
Teilnahme kostenfrei
2025 schloss Michael Krok, Bogen, sein Studium der Kunstgeschichte an der Universität Regensburg mit seiner Masterarbeit zur Fassade des frühneuzeitlichen Bürgerhauses in Straubing ab. Hierin behandelt er Bürgerhäuser am Straubinger Stadtplatz und in den angrenzenden Straßen, welche die wirtschaftliche und kulturelle Blüte der Stadt zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert widerspiegeln. Die Fassaden jener Zeit sind Ausdruck von Repräsentation und städtischer Identität. Anhand ausgewählter Beispiele aus der Zeit des Barocks und Rokoko werden die Entwicklung der Fassadengestaltung sowie ihre architektonischen Besonderheiten beleuchtet und in die Straubinger Stadtgeschichte eingebunden.
12.11.26 | Das erstaunliche Leben des Joseph von FraunhoferDonnerstag, 12. November 2026, 19:00 Uhr
Referent Andreas M. Bräu, Garmisch-Partenkirchen / München
Ort Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing – Vortragssaal
Veranstalter Historischer Verein für Straubing e.V.
Teilnahme kostenfrei | Spenden erbeten
Autorenlesung und Gespräch mit dem Autor Andreas M. Bräu über seinen historisch fiktiven Wissenschaftsroman »Die Gesetze des Lichts«, der dem erstaunlichen Leben von Joseph von Fraunhofer nachgeht und 2026 im Münchner Allitera-Verlag erschienen ist.
Der historische Roman erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte des bayerischen Optik-Pioniers Joseph von Fraunhofer – vom Waisenkind aus Straubing zum weltweit bedeutenden Wissenschaftler – vor dem Hintergrund der napoleonischen Zeit und der frühen Industrialisierung Bayerns.
Der Roman, eine Verbindung aus Tatsachen und Fiktion, verbindet biografische Erzählung mit der Geschichte der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung Bayerns zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 29.10.26 | Joseph von Fraunhofer im Urteil von Zeitgenossen und NachweltDonnerstag, 29. Oktober 2026, 16:00 bis 17:00 Uhr
Referentin Johanna Girschick, Straubing Stadtarchiv
Ort: Stadtarchiv / Bibliothek (Zwischengeschoss), Rentamtsberg 1, 94315 Straubing
Veranstalter Stadtarchiv Straubing
Anmeldung stadtarchiv@straubing.de
Teilnahme kostenfrei
Fraunhofer-Rezeption in Straubing. Führung mit Diplomarchivarin Johanna Girschick, Straubing Stadtarchiv
24.10.26 | Fraunhofer in München - Tagesfahrt mit BusSamstag, 24. Oktober 2026 (ganztägig)
Reiseleitung Dr. Gerhard Lehrberger, N.N.
Abfahrt 8:00 Uhr, Busbahnhof am Hagen, Rückkunft ca. 19:00 Uhr
Veranstalter Historischer Verein für Straubing und Umgebung e.V. und Flurl-Kreis Straubing
Anmeldung erforderlich über Gäubodenmuseum Straubing (Di-So 10-16 Uhr), Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing (Fon +49 9421 94463222)
Fahrtkosten inkl. Führung: 40.- Euro (Mindestteilnehmerzahl)
Fahrt nach München zu einem Rundgang auf den Spuren von Joseph von Fraunhofer. An ausgewählten Stationen wird anschaulich sein Leben, sein wissenschaftliches Wirken und seine bis heute bedeutende Rolle für die Optik und Naturwissenschaft vermittelt.
17.10.26 | Mainkofen – von der Reformpsychiatrie zur NS-Euthanasie - Führung vor OrtSamstag, 17. Oktober 2026, 14:00 bis ca. 16:00 Uhr
Referent Gerhard Schneider, Krankenhausdirektor a.D., Mitarbeiter der Gedenkstätte Mainkofen
Treffpunkt 13.45 Uhr, Hinterer Parkplatz des Bezirksklinikums (vor dem Café Auszeit)
Parkplätze vorhanden | Selbstfahrer
Veranstalter Historischer Verein für Straubing und Umgebung e.V.
Anmeldung erwünscht unter stefan.s.maier@t-online.de
Teilnahme frei | Spenden für Gedenkstätte Mainkofen erbeten
Das heutige Bezirksklinikum Mainkofen, erbaut im ländlichen Jugendstil, wurde im Jahre 1911 als Heil- und Pflegeanstalt eröffnet. Bau und Behandlungsmethoden waren beispielhaft für die damalige moderne Reformpsychiatrie. Ihr dunkelstes Kapitel erlebte die Einrichtung im Nationalsozialismus. Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder Erkrankungen, mit Behinderung, galten als erbbiologisch und gesellschaftlich minderwertig als unnütz und lebensunwert. Über 1300 Männer, Frauen und Jugendliche, auch aus Straubing, fanden hier durch das nationalsozialistische Euthanasie-Mordprogramm den Tod.
Nach dem Ende der NS-Herrschaft 1945 dauerte es lange Zeit, bis das Klinikum sich mit dieser Vergangenheit auseinandersetzte. Mit viel Engagement Einzelner wurde am 28. Oktober 2014 die heutige Gedenkstätte eröffnet werden. Seither macht das Klinikum aktiv durch Führungen und Veranstaltungen auf die Geschichte des Ortes aufmerksam und gedenkt so der Opfer der NS-Psychiatrie in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt.
Im Anschluss an Vortrag und Besuch der Gedenkstätte besteht die Möglichkeit zu Gesprächen im „Café AUSZEIT“. Bei Anmeldung bitten wir um entsprechende Interessensbekundung, da Plätze zu reservieren wären. 08.10.26 | Mit dem Leben davongekommen... (Vortrag | Lesung)Donnerstag, 08. Oktober 2026, 19:00 Uhr
Referent Thomas Muggenthaler, Journalist und Autor, Regensburg
Ort Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing – Vortragssaal
Veranstalter Historischer Verein für Straubing e.V.
Teilnahme kostenfrei | Spenden erbeten
Lesung und Vortrag mit Hörbeispielen über Lebenswege von Juden aus Ostbayern. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 setzte die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung auch in Bayern, Ostbayern ein. Aus der Gesellschaft gedrängt, stellten sich viele die Frage: Wohin gehen und wie neu anfangen?
Der Journalist und Autor stellt in seinem Buch „Mit dem Leben davongekommen. Exil und Neuanfang. Bayerisch-jüdische Lebenswege“ eindrucksvoll zahlreiche Lebensgeschichten von Menschen vor, auch aus Straubing, die verfolgt, entrechtet und aus Bayern vertrieben wurden. 25.09.26 | Technik hautnah erleben - Offene WerkstättenFreitag, 25. September 2026, 16:00 bis 18:00 Uhr
Ort Berufsschule I, Pestalozzistraße 4, 94315 Straubing
Veranstalter Staatliche Fraunhofer-Berufsschule I Straubing-Bogen
Anmeldung nicht erforderlich
Teilnahme kostenfrei
Die Staatliche Berufsschule I hat seit 1968 Fraunhofer als Namenspatron. Im September 2026 werden die generalsanierten Werkstätten für Fahrrad-, Motorrad- und Elektrotechnik offiziell eingeweiht. An diesem Nachmittag soll im Rahmen des Gedenkjahres daher auch die interessierte Bevölkerung die neuen Räumlichkeiten besichtigen können.
24.09.26 | Fraunhofer in seinen Briefen - Lesung mit musikalischer BegleitungDonnerstag, 24. September 2026, 19:00 bis 21:00 Uhr
Mitwirkende Dr. Michael Richter, Straubing; Dr. Dorit-Maria Krenn; Straubing; Franz Schnieringer (Musik), Straubing
Ort TUM Campus, Petersgasse 5 (PG 05), Straubing
Veranstalter Hochschulstadt Straubing e.V.
Anmeldung erforderlich über Tourist-Info Straubing, Fraunhoferstraße 27, 94315 Straubing | Fon +49 9421 94469199
Teilnahme kostenfrei
Im Mittelpunkt dieser besonderen Lesung mit musikalischer Begleitung stehen die persönlichen Briefe von Joseph von Fraunhofer. Ausgewählte Textpassagen geben Einblicke in seine Gedankenwelt, sein Leben und sein wissenschaftliches Arbeiten. Die musikalische Begleitung schafft eine stimmungsvolle Atmosphäre und verbindet Wort und Klang zu einem eindrucksvollen Gesamterlebnis. 12.09.26 | Kirche St. Pauli in Pürgl und der Kreisobstlehrgarten in NeukirchenKirche St. Pauli Bekehrung in Pürgl (Gemeinde Neukirchen) Samstag, 12. September 2026, 13.30 bis ca. 15:00 Uhr | Teilnahme frei Treffpunkt: 13.30 Uhr, Kirche St. Pauli Bekehrung in Pürgl (Gemeinde Neukirchen) Die Kirche befindet sich im Besitz des Vereins und wurde nach vielen Jahren der Planung und Renovierung dank des Engagements des Fördervereins (gegründet 1977) unter seinem jetzigen Vorsitzenden Alois Früchtl wieder in ein würdiges Haus des Gebetes zurückverwandelt. 2026 mit der Denkmalschutzmedaille des Freistaats ausgezeichnet, gilt das aktuelle Engagement nun der Restaurierung der seltenen Tragorgel, die Franz Schnieringer, Straubing, im Rahmen der Führung vorstellen wird. Im Anschluss an die Kirchenführung geht es zum Kreisobstlehrgarten in Neukirchen
Termin: Samstag, 12. September 2026, ab ca. 15.15 Uhr bis max. 16.30 Uhr
Referenten Marlies Högerl, Neukirchen | Hans Naimer, Neukirchen
Treffpunkt Kreisobstlehrgarten Neukirchen, Prünst, 94362 Neukirchen
Parkplätze vorhanden | Selbstfahrer
Veranstalter Historischer Verein für Straubing und Umgebung e.V.
Teilnahme kostenfrei
Hier, seit jeher für den Obstanbau bekannt, gründete sich relativ früh ein Verein, dessen Aufzeichnungsbuch dank des ehemaligen Gartenfachberaters Friedrich Lehner noch erhalten ist. In diesem Buch ist eine Versammlung des Vereins aus dem Jahr 1906 beschrieben; zudem enthält es eine Mitgliederliste aus dem Jahr 1904. Da die ersten Mitglieder ab 1904 beigetreten sind, ist von einer Vereinsgründung in diesem Jahr auszugehen.
Die Niederschriften belegen zudem, dass das in der Region angebaute Obst bis nach dem Zweiten Weltkrieg weit über Bayern hinaus per Schiff oder Bahn verfrachtet wurde.
29.07.26 | Joseph von Fraunhofer im Urteil von Zeitgenossen und NachweltMittwoch, 29. Juli 2026, 10:30 Uhr | Teilnahme frei Treffpunkt: Stadtarchiv / Bibliothek (Zwischengeschoss), Rentamsberg 1, Straubing „Joseph von Fraunhofer im Urteil von Zeitgenossen und Nachwelt“ Führungsanmeldung unter stadtarchiv@straubing.de 18.07.26 | Nahwallfahrten südwestlich von StraubingSamstag, 18. Juli 2026, 13.30 Uhr bis max. 17.00 Uhr (mit Pausen) | Führung, Teilnahme frei Treffpunkt: 13.30 Uhr an der Propsteikirche St. Michael in Paring | Selbstfahrer | Fahrgemeinschaften Nahwallfahrten südwestlich von Straubing Vortrag: PD Dr. Johann Kirchinger, Holztraubach (Lkr. Straubing-Bogen), Historiker an der Universität Stuttgart und Kreisheimatpfleger im südlichen Landkreis Straubing Bogen Veranstalter: Hist. Verein für Straubing und Umgebung e.V. Parkplätze: vorhanden | Selbstfahrer Ausgehend von der Propsteikirche St. Michael des 1974 wiederbelebten Klosters durch die Windesheimer Kongregation der Augustiner-Chorherren, besucht der Historische Verein für Straubing und Umgebung unter Leitung von PD Dr. Johann Kirchinger, Kreisheimatpfleger für den südlichen Landkreis Straubing-Bogen, die von Paring aus betreute Wallfahrtskirche von Hellring. Die Ortschaft Hellring wurde urkundlich erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt, als das Kloster Paring die Betreuung der dortigen Wallfahrt übernahm. Die heutige Barockkirche ist mittlerweile der vierte Kirchenbau. Er wurde 1733 bis 1735 von Johann Georg Hirschstötter erbaut. Ziel der Wallfahrt ist die Hl. Ottilia, deren Namenstag am 13. Dezember „wegen des besseren Wetters“ bereits am zweiten Sonntag im Oktober gefeiert wird. An diesen Tagen finden in der Tradition der Wallfahrt katholische Andachten und Gottesdienste statt. Neben der Kirche auf der angrenzenden Wiese bieten Händler und Fieranten derweilen verschiedene Artikel an. Bewirtet werden die Besucher von den Einheimischen, was eine große Besonderheit an diesem Kirchenfest ist. Die Bewohner Hellrings haben nämlich an diesen Festtagen das Recht auf ein so genanntes „Einschenken und Auskochen“. Dazu bewirten die Hofbesitzer die Wallfahrer in ihren Häusern. Ebenso von den Augustiner-Chorherren in Kloster Paring betreut, wird die nahe gelegene Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Niederleierndorf, deren Barockbau ebenso nach den Plänen von Johann Georg Hirschstötter um 1740 unter Verwendung des mittelalterlichen Turmes errichtet wurde. Den Abschluss der Führung bildet nach Möglichkeit der Besuch der 1740 barockisierten Kirche St. Martin in Herrengiersdorf, wo seit 1952 in einer Gruft vor dem Hauptaltar die Gebeine Bernhard Lehner (1930-1944) liegen, dessen Seligsprechungsprozess 1951 eingeleitet wurde. Während der Führung ist in Rücksprache mit den Teilnehmern eine Pause vorgesehen, ebenso wie die Möglichkeit die Führung mit einem gemeinsamen Besuch in einem Biergarten (Selbstzahler) ausklingen zu lassen. Neben Mitgliedern des Historischen Vereins für Straubing und Umgebung sind weitere Interessierte herzlich zur Teilnahme eingeladen. 04.07.26 | Das Kirchdorf Gossersdorf, Gde. KonzellSamstag, 04. Juli 2026, 13.30 Uhr - ca. 16.00 Uhr | Teilnahme frei Treffpunkt: 13.30 Uhr, Dorfplatz nähe altes Bräuhaus Ergebnisse der Archivalien- und Bauforschung zum Straubinger Karmelitenkloster Veranstalter: Hist. Verein für Straubing und Umgebung e.V. Parkplätze: vorhanden | Selbstfahrer Gossersdorf, heute Teil der Gemeinde Konzell im Landkreis Straubing-Bogen, bestand bis 1978 als eigene Gemeinde. Bis 1242 Eigentum der Grafen von Bogen wurde der alte Adelssitz nach 1311 zur Hofmark. Damit einher ging das Recht der niederen Gerichtsbarkeit. Am 5. Oktober 1551 kauften Andreas und Elisabeth Wörner die Hofmark Gossersdorf von Albrecht Notthaft von Wernberg auf Altrandsberg. Deren Sohn Georg Wörner von Birnbrunn auf Gossersdorf baute um 1600 in Gossersdorf eine Weißbierbrauerei. Am 7. November 1602 verkaufte er die Hofmark und das Bräuhaus an den bayerischen Herzog Maximilian I. Der Bierausstoß nahm enorm zu. Der Zubau an mehreren Häusern veränderte und gestaltete den Ort bis heute. 1757 erging eine Verordnung der Hofkammer in München, die Brauerei eingehen zu lassen, die Gründe, die zum Schloss gehörten, zu verkaufen, das Hofmarksgericht aufzuheben und die Untertanen dem Pflegegericht Mitterfels einzuverleiben. Ab 1761 waren das Schloss und die Brauerei in der Hand von Pächtern, bis 1775 die Hofmark Gossersdorf zum Verkauf angeboten wurde. Das Kloster Oberalteich erwarb am 25. August 1776 die Hofmark um 14.000 Gulden und die Brauerei um 7.000 Gulden. In der Zeit der Klosterherrschaft waren Pröpste eingesetzt, das Schloss erhielt 1793 sein jetziges Aussehen. Ausgehend vom Dorfplatz wird Fritz Fuchs, seit 1990 Gemeinderat und von 2014 bis 2020 Bürgermeister von Konzell, einen kurzen geschichtlichen Streifzug von der ersten Erwähnung bis heute machen. Das Augenmerk gilt dabei der ehemaligen (Weißbier)Brauerei, dem Schloss als Sitz der niederen Gerichtsbarkeit ebenso wie den Räumlichkeiten, wo derzeit ein Förderverein eine Gastwirtschaft betreibt. Erläuterungen Am Dorfplatz (La Carlota Platz) zum Denkmal von Johann Kaspar Thürriegel (1722-1800), durch die Besiedlung zweier Regionen in Südspanien Begründer der heutigen Gemeindepartner, ebenso wie zur 1453 erstmals erwähnten, 1633 von den Schweden verwüsteten St. Stephanskirche und einigen unter Denkmalschutz stehenden Anwesen werden Teil der Ortsführung sein. Als Ausklang ist der Besuch der an einen Förderverein verpachteten Gaststätte, deren Wirt, Fritz Fuchs, seine Pacht an den Förderverein zahlt. 03.07.26 | Fraunhofer’sche Penta PrismaFreitag, 3. Juli 2026, 11:30 Uhr - Präsentation | Keine Anmeldung erforderlich | Teilnahme frei Treffpunkt: Joseph-von-Fraunhofer-Schule, Pestalozzistraße 4, Straubing Fraunhofer’sche Penta Prisma Veranstalter: Staatliche Fraunhofer-Berufsschule I Straubing-Bogen In Anlehnung an ein fünfseitiges optisches Prisma haben Schüler:innen der Bau-Klasse der Joseph-von-Fraunhofer-Schule in Straubing nach Fraunhofer eine Plastik gefertigt, die im Eingangsbereich der Schule aufgestellt und der Öffentlichkeit übergeben wird. 16.06.26 | Joseph von Fraunhofer im Urteil von Zeitgenossen und NachweltDienstag, 16. Juni 2026, 14.00 Uhr | Teilnahme frei Treffpunkt: Stadtarchiv / Bibliothek (Zwischengeschoss), Rentamsberg 1, Straubing „Joseph von Fraunhofer im Urteil von Zeitgenossen und Nachwelt“ Führungsanmeldung unter stadtarchiv@straubing.de Mai-Oktober 26 | Veranstaltungen zum 200.Todestag von Joseph von FraunhoferZum 200. Todestag von Joseph von Fraunhofer Joseph von Fraunhofer wurde am 6. März 1787 in Straubing als Sohn einer Glaserfamilie geboren. Früh verwaist, kam er als Jugendlicher nach München in eine harte Lehre als Glasschleifer. Ein prägendes Ereignis war ein Hauseinsturz im Jahr 1801, den er nur knapp überlebte – ein Wendepunkt, der ihm durch Förderung und Bildung neue Wege eröffnete. Aus einfachen Verhältnissen entwickelte sich Fraunhofer so zu einem autodidaktischen Wissenschaftler von außergewöhnlicher Begabung. Als Optiker und Physiker wurde Fraunhofer zu einem Pionier der modernen Optik. Er verbesserte die Herstellung von optischem Glas und entwickelte hochwertige Linsen und Fernrohre, die weltweit Maßstäbe setzten. Berühmt wurde er insbesondere durch die Entdeckung und Vermessung der sogenannten „Fraunhofer’schen Linien“ im Sonnenspektrum – eine Grundlage für die spätere Spektralanalyse und Astrophysik. Seine besondere Stärke lag in der Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und praktischer Anwendung, wodurch er entscheidend zur Entwicklung moderner Präzisionsoptik beitrug. Fraunhofers Lebensweg führte ihn von Straubing über Benediktbeuern bis nach München, wo er 1826 im Alter von nur 39 Jahren starb. Trotz seines kurzen Lebens gilt er als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler Bayerns. Seine Geburtsstadt Straubing erinnert bis heute an ihn als ihren „größten Sohn“ – ein Forscher, der mit seinen Arbeiten buchstäblich „die Sterne näherbrachte“ und dessen Name in der modernen Forschung, etwa durch die Fraunhofer-Gesellschaft, weiterlebt. 21.05. bis 25.10.2026 – Ausstellung 18.05. bis 31.10.2026 - Ausstellung Sonntag, 7. Juni 2026, 14:30 bis ca. 16:30 Uhr Donnerstag, 11. Juni 2026, 19 bis ca. 20:30 Uhr Freitag, 12. Juni 2026, 14:30 bis ca. 16 Uhr Samstag, 11. Juli 2026 (ganztägig) Samstag, 25. Juli 2026, 11 bis 17 Uhr Samstag, 19. September 2026 (ganztägig) Donnerstag, 24. September 2026, 19 bis 21 Uhr Freitag, 25. September 2026, 16 bis 18 Uhr 07.05.26 | Ergebnisse der Archivalien- und Bauforschung zum KarmelitenklosterDonnerstag, 07. Mai 2026, 19.00 Uhr | Teilnahme frei Veranstaltungsort: voraussichtlich Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing oder Hörsaalgebäude Uferstraße 53, 94315 Straubing Ergebnisse der Archivalien- und Bauforschung zum Straubinger Karmelitenkloster Veranstalter: Hist. Verein für Straubing und Umgebung e.V. Der zweiteilige Vortrag wird im ersten Teil die Geschichte, Baugeschichte und Ausstattung des Straubinger Karmelitenklosters neu beleuchten. Der Wasserburger Kunsthistoriker Gerald Dobler konnte im Auftrag des Staatlichen Bauamtes Passau im Vorfeld der begonnenen Generalsanierung eine umfangreiche Archivalien- und Bauforschung durchführen, die beide einige neue Erkenntnisse erbrachten. Zunächst stellt der Vortrag in Kürze die Geschichte und Baugeschichte des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Konvents vor, der mit geringen Ausnahmen vollständig verschwunden ist, und sein Verhältnis zu dem barocken Neubau aus der Zeit von 1684 bis um 1700. Dieser Bau nach Plänen des bekannten und erfolgreichen Baumeisters Giovanni Gaspare Zuccalli und die späteren Veränderungen an demselben werden den Hauptteil der Ausführungen ausmachen. So ist jetzt anhand der durchgeführten Holzaltersbestimmungen der Ablauf bei der Errichtung des Neubaus in mehreren Bauabschnitten gesichert nachvollziehbar. Vorgestellt werden Besonderheiten des Baus und die wenigen, aufwändig gestalteten Räume wie die beiden Refektorien, Priorat und Provinzialat, die Bibliothek sowie die überaus elegante Treppe im Stil des Rokoko im Südflügel. Thematisiert werden auch die Eingriffe des 19. und 20. Jahrhunderts, als ein Großteil des Konvents schulischen Zwecken diente, während im nördlich anschließenden Areal eine Brauerei (zuletzt die Karmeliten-Brauerei) bestand, deren Betrieb vielfältige Baumaßnahmen mit sich brachte, bis hin zur durchgreifenden Sanierung des Konvents und den problematischen Abbrüchen im Bereich der Brauerei in den 1980er Jahren. Schließlich wird eine Einordnung des barocken Baus in die seinerzeitige Klosterbaukunst versucht. Im zweiten Teil wird Dr.-Ing. Norbert Fröhlich als Geschäftsführer des Straubinger Campus der Technischen Universität München über den derzeitigen Stand der Sanierung und die langfristige Nutzung des ehemaligen Klostergebäudes referieren. 25.03.26 | Mitgliederversammlung mit VortragMittwoch, 25. März 2026, 19.00 Uhr | Mitgliederversammlung mit Vortrag Jahreshauptversammlung Im Anschluss der Jahreshauptversammlung Vortrag ab ca. 20.00 Uhr | Eintritt frei Referent: Prof. Dr. Günther Moosbauer, Leiter des Gäubodenmuseums Straubing Raetien: Politische und militärische Krisen während der mittleren Kaiserzeit mit neuen, ganz besonderen Befunden aus Straubing Rom erobert ab 15. v. Chr. im Kontext der Alpenfeldzüge das bayerische Voralpenland. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit der einheimischen Bevölkerung bleibt es bis zum sogenannten „Vierkaiserjahr“ 69 n. Chr. ruhig in der neu eingerichteten Provinz. Im Vierkaiserjahr führen die Auseinandersetzungen zwischen Usurpatoren zu Zerstörungen in Raetien und in der Folge zum Ausbau der Grenzen. Ein Jahrhundert später finden Roms Kriege mit den germanischen Markomannen und den mit diesen verbündeten Stämmen statt. Auch unser ostbayerischer Raum ist vor allem mit Regensburg und Straubing stark betroffen. Im 3. Jh. n. Chr. gehen die Germaneneinfälle 233 n. Chr. noch an Straubing vorbei, doch die folgenden Jahrzehnte führen auch hier zu massiven Zerstörungen und Veränderungen. Im Anschluss Erfrischungen im Foyer des Gäubodenmuseums bei hoffentlich bei guten und interessanten Gesprächen einladen!
20.03.26 | Kirchenführung zum Lichtspiel im Gotteshaus - St Peter & Erasmus GeiselhöringFreitag, 20. März 2026, 16.00- 16.30 Uhr | Teilnahme frei Veranstaltungsort: Pfarrheim Geiselhöring, Viehmarktplatz 14 Kirchenführung zum "Lichtspiel im Gotteshaus" St Peter & Erasmus Geiselhöring Teilnahme Selbstfahrer Veranstalter: Hist. Verein für Straubing und Umgebung e.V. In Geiselhöring haben Baumeister, bewusst oder unbewusst, vor Jahrhunderten ein raffiniertes Lichtspiel in der Pfarrkirche ersonnen: Wenn zur Frühjahrs-, Tagundnachtgleiche die Sonne günstig steht, fällt ihr Licht durch die runden Fenster neben der Orgel so in den Altarraum, dass ein "Heiliges Theater" in vier Akten geboten ist. Ein Erlebnis, wie "großes Kino" aus dem 18. Jahrhundert. ab: 16.45 – 18.00 Uhr „Lichtspiel im Gotteshaus“ – wolkenfreier Himmel vorausgesetzt!!! Ort: Pfarrkirche St Peter & Erasmus Geiselhöring ab: 18.00 Uhr | Ausklang im Brauereigasthof Erl, Stadtplatz 17, 94333 Geiselhöring Zur Einstimmung Video im Zeitraffer (Länge 1:36 Minuten) https://www.youtube.com/watch?v=KOXpgabQf_c oder im Zeitraffer (Länge 1:17 Minuten) https://www.youtube.com/watch?v=zYVjqle11Ik oder BR Reportage „Lichtspiel aus Sonnenlicht“ vom 26. März 2022: „Zwischen Spessart und Karwendel“ (Länge 11:06 Minuten) https://www.youtube.com/watch?v=HruM9Sobc_8 . 12.03.26 | Welterbe Donaulimes erleben: Neue Wege in der VermittlungDonnerstag, 12. März 2026, 19.00 Uhr | Teilnahme frei Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Welterbe Donaulimes erleben: Neue Wege in der Vermittlung Veranstalter: Hist. Verein für Straubing und Umgebung e.V. Der westliche Teil des Donaulimes ist seit dem 30. Juli 2021 Teil der UNESCO-Welterbeliste – ein europaweit einzigartiges Grenzsystem des Römischen Reiches, dessen bayerischer Abschnitt sich über rund 201 Flusskilometer erstreckt. Im Vortrag zeigt Dr. Roman Weindl (Museum Quintana), wie dieses Welterbe zur Bühne innovativer Vermittlung wird: Zunächst skizziert er den bayerischen Donaulimes und stellt das Museumsnetzwerk „Welterbe Donaulimes Erleben“ vor, das sich 2019 aus fünf Römermuseen zusammengeschlossen hat. Am Beispiel des Netzwerkprojekts „Abenteuer Donaulimes“ geht es anschließend um Formate für Schulen, die im Jahr 2023 entwickelt wurden. Herzstück ist das vom Museum Quintana entwickelte Videospiel „Quintana Quest – Jäger des gestohlenen Schatzes“, das 2025 zur „App des Monats“ gekürt wurde. Den Blick nach vorn richtet Weindl mit Einblicken in das seit 2025 laufende „Innovationszentrum für Museumspädagogik und Welterbevermittlung“ (IMuWe) am Museum Quintana: Dazu zählen ein neuer Familienrundgang mit PLAYMOBIL, ein Archäologie-Parcours mit Challenge-Charakter sowie ein gemeinsames Museumsabenteuer mit dem Zentrum für Lehrkräftebildung und Fachdidaktik (ZLF) der Universität Passau – und als Ausblick der im Aufbau befindliche Römer-Chatbot des Museums. Der Vortrag des Historischen Vereins Straubing macht anschaulich, wie Welterbe heute erlebt werden kann – im Museum, digital und spielerisch – und lädt zur Diskussion über Herausforderungen und Chancen einer zeitgemäßen Geschichtsvermittlung ein. 05.02.26 | Von Nilpferden, Schlangenfressenden Hirschen und abergläubischen TöpfernDonnerstag, 5. Februar 2026, 19.00 Uhr | Teilnahme frei
Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Von Nilpferden, Schlangenfressenden Hirschen und abergläubischen Töpfern. Veranstalter: Hist. Verein für Straubing und Umgebung e.V. Archäologische Ausgrabungen befördern nicht nur goldene Schätze, sondern auch massenhaft Scherben ans Tageslicht. Diese zunächst scheinbar unspektakulären Bruchstücke aus der Vergangenheit gewähren interessante Einblicke in antike Lebensrealitäten. Im Rahmen eines von der Deutschen Limeskommission geförderten Dissertationsprojekts an der Ludwig-Maximilians-Universität München beschäftigte sich Dr. des. Georg Greven mit den römischen Töpfereien in Straubing. Er untersuchte dabei neben materiell Greifbarem, wie Töpferöfen, Tonaufbereitungsanlagen und den getöpferten Waren auch die immateriellen Glaubensvorstellungen der Töpfer. Aufwändig verzierte und von großer Handwerkskunst zeugende dekorierte Jagdbecher aus dem Gäubodenmuseum zeigen, dass in Straubing hochwertige Gefäße hergestellt wurden - ein überraschendes Ergebnis für eine Grenzregion. Die darauf abgebildeten Jagdszenen und mythologischen Darstellungen wurden freihändig aufgespritzt, ähnlich der Technik von Spritzgebäck. Diese Qualität unterstreicht die Bedeutung des antiken Straubings. Daneben gestatten Zauberpuppen – tönerne Figuren, die im Rahmen von Ritualen hergestellt und in die Nadeln eingestochen wurden – seltene Einblicke in den antiken Aberglauben und die spirituelle Welt der Töpfer. Die Keramikfunde offenbaren dadurch nicht nur wirtschaftliche und handwerkliche Aspekte, sondern auch kulturelle und spirituelle Dimensionen, die einen einzigartigen Einblick in das Leben und Denken der Menschen in einer Grenzregion des Römischen Reiches geben. 22.01.26 | Bullenbeißer, Schoßhündchen und Co: Hunde in der Stadt StraubingDonnerstag, 22. Januar 2026, 19.00 Uhr | Teilnahme frei Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Bullenbeißer, Schoßhündchen und Co: Hunde in der Stadt Straubing Veranstalter: Hist. Verein für Straubing und Umgebung e.V. Der Hund, der berühmte „treue Freund“, begleitet den Menschen bereits seit vorgeschichtlicher Zeit. Spuren von Hundeleben finden sich demnach auch in Straubing, sei es in keltischen Gräbern, auf mittelalterlichen Grabdenkmälern, in barocken Kirchengemälden, vor allem aber in den Akten des 19. und ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bürgermeister und Rat waren verantwortlich für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Sie hatten z.B. die Gefahr der Tollwut einzudämmen, die Hundesteuer einzunehmen oder Hundebissen nachzugehen. Der Vortrag vermittelt ein vielseitiges, lebendiges Bild der „Hunde in der Stadt“, das gleichzeitig einen etwas anderen Einblick in die Stadtgeschichte ermöglicht: in Sozial-, Wirtschafts- und Medizingeschichte, in Rechts- und Verwaltungsgeschichte – und auch in die Geschichte der Haustierhaltung und Mensch-Tier-Beziehung. Denn auch in Straubing ist der Wandel vom nützlichen Gebrauchshund zum geliebten Familienhund feststellbar. 27.11.25 | Turbulenzen um die Straubinger Stadtverwaltung 1945-1947: Machtkampf mit FolgenDonnerstag, 27. November 2025, 19.30 Uhr | Teilnahme frei Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Turbulenzen um die Straubinger Stadtverwaltung 1945-1947: Machtkampf mit Folgen Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Ende April 1945 nahmen Truppen der US-Army die Stadt Straubing ein und errichteten eine Militärverwaltung vor Ort. Straubing behielt ihre deutsche Stadtverwaltung, die anfangs durch die US-Besatzer streng kontrolliert und veränderbar war. Während die Besatzer ihre Hauptziele der Entnazifizierung, Entmilitarisierung, Dezentralisierung und Demokratisierung verfolgten, ging es für die Verwaltung und Bevölkerung der Stadt vordergründig darum, die Kriegsfolgen bestmöglich zu managen und einen Wiederaufbau unter veränderten politischen Verhältnissen und Bevölkerungszahlen zu bewerkstelligen. Dass dieser temporäre Zustand zu Differenzen zwischen unterschiedlichen Akteuren vor Ort führen konnte, blieb nicht aus. So kam es in der Stadtverwaltung von Straubing in der unmittelbaren Nachkriegszeit zu mehreren Ereignissen, die ein konfliktreiches Schlaglicht auf die Umbrüche in dieser Zeit in Straubing unter US-Besatzung werfen. Mehrere Vorgänge haben die Verwaltung über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht und hatten ihre Folgen. Gleich drei Oberbürgermeister und einige leitende Verwaltungsbeamte gerieten bei den Besatzern beziehungsweise deutschen Behörden in Misskredit. Einige hiervon mussten zum Teil pressewirksam ihren Hut nehmen. Die Vorgänge und Hintergründe hierzu, sollen in einem Vortrag am Donnerstag, den 27. November 2025 näher beleuchtet werden, zu dem der Historische Verein für Straubing und Umgebung einlädt. 13.11.25 | Ein Rädlein im Uhrwerk ihres Hirns ist läufig wordenDonnerstag, 13. November 2025, 19.30 Uhr | Teilnahme frei Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing "Ein Rädlein im Uhrwerk ihres Hirns ist läufig worden..." Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Suizide sind ein heikles Thema. Viele Medien vermeiden Berichterstattung darüber, um Nachahmungen zu verhindern. Doch bieten historische Akten, die anlässlich der Untersuchung von Suiziden angelegt wurden, wertvolle Einblicke in das Funktionieren der Gesellschaft und des historischen Alltags, da diese eben im Fall von Suiziden nicht mehr funktionierten. Außerdem ermöglichen sie die Analyse des Verständnisses und der Therapie von psychischen Erkrankungen, da Suizide am Ende de 18. Jahrhunderts vermehrt mit melancholischer Krankheit in Verbindung gebracht wurden. Deshalb ist der Bestand an 530 Suizidakten im Bistumsarchiv Regensburg aus dem Zeitraum zwischen 1750 und 1850, die angelegt wurden, da Suizide mit Beerdigungsstrafen sanktioniert wurden, ein so wichtiger Bestand für die historische Forschung. Dies auch deshalb, da es sich dabei um den größten derartigen Bestand im deutschen Sprachraum handelt. Im Vortrag werden einige besonderes aussagekräftige Fälle, vornehmlich aus dem Straubinger Raum, vorgestellt und mit Hilfe von Statistiken in das internationale Suizidgeschehen eingeordnet. 30.10.25 | Das sog. Kriegsgefangenen-Ferienlager auf Schloss Steinburg bei Bogen 1944/45Donnerstag, 30. Oktober 2025, 19.30 Uhr | Teilnahme frei Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Das sog. „Kriegsgefangenen-Ferienlager“ auf Schloss Steinburg bei Bogen 1944/45 Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Es dürfte über den Altlandkreis Bogen hinaus kaum bekannt sein, dass sich auf Schloss Steinburg, heute Gde. Hunderdorf, 1944/45 ein sog. „Kriegsgefangenen-Ferienlager“ für britische Offiziere befand. 1943 waren im Großraum Berlin zwei solche Lager eingerichtet worden, in denen sich britische Kriegsgefangene in mehrwöchigen Aufenthalten von den Strapazen ihrer Kriegsgefangenschaft erholen sollten. Das Lager für Offiziere wurde im Mai 1944 nach Steinburg verlegt. Zeigte sich die Wehrmacht hier als besonders menschenfreundlich und kameradschaftlich gegenüber britischen Soldaten? Oder steckte hinter diesen „Ferienlagern“ eine ganz andere Absicht, ein propagandistischer Zweck? Der Referent wird anhand von Erinnerungen ehemaliger „Urlauber“ detailliert den Alltag des Ferienlagers Steinburg beschreiben. Deutsches und britisches Aktenmaterial ermöglicht ihm aber auch einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen dieser scheinbaren Idylle. Inhaltlich verantwortlich für den Alltag in diesen „Ferienlagern“ zeichneten Propaganda-Abteilungen des Auswärtigen Amtes, die dabei eng mit entsprechenden Wehrmachtstellen und bald auch der SS kooperierten. Ziel war die Schaffung eines positiven Deutschland-Bildes in Großbritannien und den Commonwealth-Staaten, aber auch die „Gewinnung von Gefangenen für die Aktivpropaganda in antibolschewistischem und antijüdischem Sinne“, bis hin zur Freiwilligenwerbung für Wehrmacht bzw. für ein „British Free Corps“ der Waffen-SS. Die Thematik erhielt eine zusätzlich dramatische Note, da aktive Angehörige des deutschen militärischen Widerstands in diesen Propagandastellen durchaus ebenfalls an einem positiven Deutschland-Bild in Großbritannien interessiert waren, an das man in einer Zeit nach Hitler hätte anknüpfen können, aber alle anderen damit verbundenen Propagandabemühungen soweit ihnen möglich sabotierten. Zu nennen sind hier insbesondere der Legationsrat im Auswärtigen Amt Dr. jur. Adam von Trott zu Solz (Jg. 1909, hingerichtet 1944) und dessen Vertrauter im „Ferienlager Steinburg“, dem dortigen Wehrmacht-Propagandabeauftragten Dr. phil. Ernst Falkner (1909-1950). In aktivem Zusammenwirken mit der letzten „Urlaubergruppe“ übergab Falkner das Lager am 25. April 1945 an die US-Streitkräfte. Anschließend agierte er als Bürgermeister von Steinburg, ab Mai als kommissarischer Landrat in Bogen, dann in gleicher Funktion in Regensburg, wo er zudem ab Juni 1945 auch als Regierungsvizepräsident von Niederbayern/Oberpfalz eingesetzt war. Dem ersten Deutschen Bundestag gehörte er als Abgeordneter der Bayernpartei von 1949 bis zu seinem Verkehrsunfalltod 1950 an. 16.10.25 | Meinungsmacher mit dunkler VergangenheitDonnerstag, 16. Oktober 2025, 19.30 Uhr | Teilnahme frei Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Die Heimatpresse in Bayern nach 1945 - Meinungsmacher mit dunkler Vergangenheit Aus welchem politischen Umfeld stammten Ende 1945 die Redakteure, die die Seiten der neu gegründeten Tagespresse füllten? Die NS-Kontinuitäten bei Zeitungsjournalisten sind für die Heimatpresse in Bayern bislang kaum untersucht. Redakteure gaben meist an, während der NS-Zeit im Widerstand gewesen zu sein. Jedoch wirft ein Vergleich der Entwicklung der größten Zeitungen von Niederbayern und der Oberpfalz, der „Passauer Neuen Presse“ und der „Mittelbayerischen Zeitung“ aus Regensburg, einen Schatten auf die keineswegs unbelastete Heimatpresse der Nachkriegszeit. Beide Medien prägten die öffentliche Diskussion über die NS-Zeit und die Richtung der gesellschaftlichen Vergangenheitsbewältigung und erreichten zusammen täglich über eine Million Leser. Welche Rolle spielten dabei ehemalige NS-Propagandisten? Die mit dem Nachwuchsförderpreis des Vereins für Ostbairische Heimatforschung ausgezeichnete Dissertation geht diesen Fragen nach. Eine Hauptfigur der Arbeit ist der Verleger Hans Kapfinger (1902-1985), der trotz arisiertem Grundstück und NS-Vergangenheit die „Passauer Neue Presse“ gründen durfte. Er wurde später zum engen Verbündeten seines Duzfreundes Franz Josef Strauß. Kapfinger schaffte es zudem mit zahlreichen Tricks als "Widerstandskämpfer" gegen das NS-Regime anerkannt zu werden. Sein „Todfeind“ war der Straubinger Verleger Georg Huber (1905-1989), mit dem er sich zahlreiche Gerichtsprozesse lieferte. Nach jahrelangen Machtkämpfen um das Verbreitungsgebiet der Zeitungen, teilten sich die „Passauer Neue Presse“ und das „Straubinger Tagblatt“ Niederbayern in zwei Einflussgebiete auf. 28.09.25 | Wiesenfelden - eine Gemeinde im Falkensteiner VorwaldSonntag, 28. September 2025, 13.00 bis ca. 15.45 Uhr | Teilnahme frei Treffpunkt: 13.00 Uhr, Seebühne hinter Rathaus (Georgsplatz 1, 94344 Wiesenfelden, Parkplätze vorhanden | Selbstfahrer | Fahrgemeinschaften Wiesenfelden - eine Gemeinde im Falkensteiner Vorwald Unter Leitung von Ingrid und Karlheinz Westenhuber sowie Dr. Martin Kreuzer, alle Wiesenfelden, erkundet der Historische Verein für Straubing und Umgebung am Samstag, 28. September 2025, ab 13.00 Uhr (Treffpunkt) die Gemeinde Wiesenfelden mit einigen ihrer Baudenkmäler. Wiesenfelden wurde 1105 urkundlich erstmals erwähnt. Die Gegend wurde von Ministerialen der Bischöfe von Regensburg gerodet und urbar gemacht. Die heute vorzufindende Weiherlandschaft entstand ebenfalls in dieser Zeit. Eine Besonderheit ist die vor dem Ort auf einer Anhöhe befindliche Kirche Sankt Rupert, der derzeitige Bau ist um die 500 Jahre alt. Man kann hier durchaus Vorgängerbauten vermuten, somit haben wir es hier wohl mit dem Platz der Urkirche von Wiesenfelden zu tun. Für die kleine Ortsbegehung ist der Treffpunkt an der Seebühne hinter dem Rathaus (direkt daneben sind genügend Parkplätze). Nach einer kleinen geschichtlichen Einführung zur Geschichte von Ort und Landschaft gelangen wir zu Sankt Rupert. Danach kehren wir ins Dorf zurück, um über das Gerichtshalterhaus, den von Apian bereits erwähnten Bierkeller und einen kleinen Ausflug zum Schloss (mit Kaffee und Kuchen im Schloss Café | Selbstzahler) den Ortsspaziergang abzuschließen. Die Teilnahme an der Führung am Samstag, 28. September, ist kostenfrei. Treffpunkt ist 13.00 Uhr in Nähe des Rathauses die Seebühne in Wiesenfelden; hier finden sich auch ausreichend Parkplätze. Teilnehmer werden gebeten Fahrgemeinschaften zu bilden. 13.09.25 | Mitterfels und seine KirchenSamstag, 13.09.2025, 13.45 bis ca. 16.30 Uhr | Teilnahme frei Treffpunkt: 13.45 Uhr, Burghof in Mitterfels, Burgstr. 1, 94360 Mitterfels. Parkplätze vorhanden | Selbstfahrer werden gebeten Fahrgemeinschaften zu bilden. Mitterfels und seine Kirchen Für Mitterfels, bis 1803 zur Pfarrei Kreuzkirchen gehörend, ist für die Burg seit mindestens 1224 eine kleine Kapelle belegt, die dem Ritterheiligen St. Georg geweiht war. Diese wurde 1734 niedergelegt und durch den Neubau der Kirche St. Georg ersetzt. Diese diente bis zum Jahr 1970 als Pfarrkirche. Da sie aber der stark angewachsenen Pfarrei räumlich nicht mehr genügte wurde 1969 unter Pfarrer Ludwig Pramps der Bau einer neuen, größeren Pfarrkirche begonnen. Aus dem alten Dorfzentrum in die neue Dorfmitte gerückt, wurde am 18.10.1970 die neue Pfarrkirche Hl. Geist durch Bischof Rudolf Graber eingeweiht. Das Geläut wurde aus der alten Kirche übernommen. Fast gegenüber der neuen katholischen Pfarrkirche findet sich in Mitterfels die evangelische "Hl. Geist" Kirche in Mitterfels. Waren es vor dem Krieg meist nur 1 Dutzend evangelische Christen, so hatte sich nach 1945 durch Zuzug von Heimatvertriebenen eine rund 200 Personen umfassende evangelische Gemeinde gebildet. Unter Arbeitseinsatz der Gemeindemitglieder entstand 1960, befördert durch den damaligen Pfarrer Sommer, in Eigenarbeit der Gemeinde aus einer ehemaligen Arbeitsdienstbaracke eine kleine Kirche mit freistehendem Glockenturm, welche am Pfingstmontag 6. Juni 1960 von Oberkirchenrat Koller eingeweiht wurde. 1974 mit einer neuen Orgel ausgestattet, 1982 erweitert und verbessert, ist die evangelische Kirche Hl. Geist in Mitterfels heute Beispiel einer der wenig erhaltenen Notbauten aus der Nachkriegszeit. Der Führung findet am Samstag 13. September 2025, ab 13.45 Uhr unter Leitung von Elisabeth Vogl M.A., Museumsleiterin Mitterfels und Vorsitzende vom AK Heimatgeschichte Mitterfels. Beginn ist 13.45 Uhr im Burghof von Mitterfels, Burgstr. 1, wo auch Parkplätze zur Verfügung stehen. 12.07.25 | Miteinander - Vereine auf dem LandSamstag, 12. Juli 2025, 14.00 – 16.00 Uhr | Teilnahme kostenfrei Treffpunkt: Eingang Kreismuseum auf dem Bogenberg – Parkmöglichkeiten gegenüber Zugang zum Museum Miteinander | Vereine auf dem Land Das Kreismuseum Bogenberg zeigt von Ende April 2025 bis Ende 2026 eine neue Sonderausstellung zum Thema: "Miteinander. Über Vereine auf dem Land". Am Beispiel des Landkreises Straubing-Bogen geht es um die Geschichte und Gegenwart des ehrenamtlichen Engagements in Form des Vereinswesens. Gerade in Zeiten der Gefährdung demokratischer Strukturen erscheint das "Miteinander" in einer Gesellschaft immer wichtiger. Wie hat sich dieses "Miteinander" von Personen gleichen Interesses außerhalb von Familie, Nachbarschaft und Staat entwickelt, welche kulturellen Ausdrucksformen gab und gibt es - sind sie gleichgeblieben, haben sie sich verändert? Welche Bedeutung haben Vereine für das Leben auf dem Land? Wie werden die Ortsbilder und der Jahreslauf durch Vereine geprägt? Die bunte, sehr vielgestaltige Welt der Vereine ist ein spannendes, aber bislang museal wenig beachtetes Thema, das im Kreismuseum anhand von vielfältigen historischen und gegenwärtigen Objekten vorgestellt wird. 26.06.25 | Die Inschriften der Stadt Straubing - BuchpräsentationDonnerstag, 26. Juni 2025 | 19.00 Uhr | Eintritt frei Veranstaltungsort: Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Die Inschriften der Stadt Straubing | Buchpräsentation 26.06.25 | Inschriften in der Straubinger KarmelitenkircheDonnerstag, 26. Juni 2025 | 17.00 – 18.15 Uhr | Teilnahme frei Treffpunkt: Hauptportal Karmelitenkirche, Straubing Inschriften in der Straubinger Karmelitenkirche 07.06.25 | Kirchen im südlichen Landkreis Straubing-BogenSamstag, 7. Juni 2025, 14.00 - 16.30 Uhr | Teilnahme kostenfrei Treffpunkt 13.45 Uhr an der Pfarrkirche St. Laurentius in Holztraubach; soweit bekannt, werden die Teilnehmer gebeten Fahrgemeinschaften zu bilden. Kirchen im südlichen Landkreis Straubing-Bogen Als Ausklang der kleinen Exkursion in die Region besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Besuch eines noch zu bestimmenden Gasthofs (Selbstzahler). 08.05.25 | Mittelalterliche Artollerey und die Straubinger Große Büchse von 1425/26Donnerstag, 8. Mai 2025, 19.30 Uhr | Eintritt frei Veranstaltungsort: Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Mittelalterliche Artollerey und die Straubinger Große Büchse von 1425/26 Die Wittelsbachische Familien- und Heiratspolitik führte nach Kaiser Ludwig IV. zur Aufteilung in verschiedene Linien, u.a. jene von Bayern-Straubing, welche die niederdeutschen Gebiete von Hennegau, Seeland, Holland und Friesland erwarb und mit Johann III. auch den Bischof von Lüttich stellte, der als letzter Erbe das Bischofsamt aufgab, um die Herrschaft anzutreten. Lange Zeit blieb wegen Aussterbens dieser Linie 1425 das Aktenmaterial dieses recht bedeutenden Herzogtums unbeachtet und wurde von Michaela Bleicher im Rahmen einer Dissertation aufgearbeitet und analysiert. Wiewohl diese Arbeit die Verwaltungstätigkeit im Mittelpunkt hat, wurde der Rüstung und Landwehr gerade zur Hussitenzeit ein breiterer Raum eingeräumt und im speziellen auch der Rüstung mit Feuerwaffen. Hier fällt insbesondere die sehr detaillierte Schilderung eines Geschützgusses einer Großen Steinbüchse im Schloss von Straubing auf, den schon Bernhard Rathgen bemerkte, freilich ohne die Angaben zum Geschütz auszuwerten. Ausgehend von den Anfängen der Artillerie und den Besonderheiten der „Großen Steinbüchsen“ widmet sich der Vortrag der herzoglichen Artillerie im Herzogtum Niederbayern-Straubing-Holland und hier im Besonderen der großen Straubinger Steinbüchse von 1425/26. 10.04.25 | JahreshauptversammlungDonnerstag, 10. April 2025, 19.00 Uhr | nur für Mitglieder Veranstaltungsort: Vortragssaal des Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Jahreshauptversammlung Satzungsgemäß findet jedes Jahr im ersten Quartal eine Mitgliederversammlung statt. Bedingt durch Terminverschiebungen hat die Vorstandschaft die Jahreshauptversammlung mit dem Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 auf den 10. April 2025 verlegt. Tagesordnung * Anträge sind bis spätestens acht Tage vor der Mitgliederhauptversammlung (spätestens 2. April 2025) schriftlich und mit Begründung im Sekretariat (Fraunhoferstraße 23, 94315 Straubing) einzureichen. Pause Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung Vortrag von Elisabeth Vogl M.A., Kunsthistorikerin / Archäologie, Haselbach und 2. Vorsitzende HV Straubing St. Georgius in Mitterfels. Burgkapelle Filialkirche Pfarrkirche Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung dürfen wir Sie im Foyer des Gäubodenmuseums zu einer kleinen Erfrischung bei guten und interessanten Gesprächen einladen! i.A. Dr. Stefan Maier MA, 1.Vorstand 10.04.25 | MitgliederversammlungDonnerstag, 10. April 2025 | Mitgliederversammlung Im Anschluss der Jahreshauptversammlung ab ca. 20.15 Uhr | Eintritt frei Veranstaltungsort: Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing St. Georgius in Mitterfels | Burgkapelle • Filialkirche • Pfarrkirche Die Ausstattung der Mitterfelser Kirche St. Georg zeugt vom sich wandelndem Zeitgeschmack. Am ursprünglichen Hochaltar von 1737 befand sich das Altarblatt mit St. Georg und St. Margarete von der Hand des Straubinger Künstlers Joseph Anton März (1681 Marktoberdorf im Allgäu – 7. Januar 1750 Straubing). Als für das Jahr 1873 die feierliche Konsekration durch Bischof Ignatius von Senestrey aus Regensburg anstand, musste der Altar weichen. Domvikar Georg Dengler (1839–1896) aus Regensburg propagierte den historischen Stil und schuf 1870 den Entwurf für einen neugotischen Hochaltar. Ausgeführt wurde der Altar im Atelier Schreiner für kirchliche Kunst in Regensburg. Dazu kamen 1872 noch zwei historistische Seitenaltäre, der rechte ist heute im Burgmuseum Mitterfels zu besichtigen. Die sog. „Dengler-Gotik“ hatte nur ein kurzes Leben, bereits um 1900 war man des „üppigen Zierrats“ des Historismus überdrüssig und entfernte schrittweise die Wandmalereien, die bunten Glasfenster und den Altarzierrat. Ein neuer Altar im barocken Stil wurde aufgestellt mit den flankierenden Figuren St. Josef und St. Margarete. Seit 1930 schmücken die überlebensgroßen Figuren des hl. Ulrich und des hl. Wolfgang den Hauptaltar. Im Anschluss Erfrischungen im Foyer des Gäubodenmuseums bei hoffentlich bei guten und interessanten Gesprächen einladen! 27.03.25 | Herzog Ludwig I. und die Grafen von Bogen im Spannungsfeld von Konkurrenz und VerwandtschaftDonnerstag, 27. März 2025, 19.30 Uhr | Eintritt frei Veranstaltungsort: Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Herzog Ludwig I. und die Grafen von Bogen im Spannungsfeld von Konkurrenz und Verwandtschaft Thema ist das Verhältnis zwischen den Grafen von Bogen und den Pfalzgrafen von Wittelsbach, die 1180 von Kaiser Friedrich I. mit dem Herzogtum Bayern belehnt wurden. Mit der Belehnung begann der Kampf der Wittelsbacher um die Akzeptanz ihrer Stellung und die Durchsetzung ihrer landesherrlichen Vorstellungen gegen die Eigeninteressen der untereinander rivalisierenden großen Geschlechter, unter denen die Bogener eine besondere Rolle spielten. Zum einen auf Grund der dichten Dokumentation ihrer (Un-)Taten durch die Niederaltaicher Überlieferung und zum anderen durch die wohl um 1204 getroffene Entscheidung Ludwigs I. für die verwitwete Bogener Gräfin Ludmilla als Frau an seiner Seite. Mit den Söhnen Ludmillas aus ihrer ersten Ehe mit Graf Albert III. war Ludwig in den folgenden Jahren vornehmlich als Landesherr und Richter befasst. Die Beschwerden der von den Grafen bevogteten Klöster über die erlittenen Schäden und Verluste wie die wiederholten Klagen des Bischofs von Passau über gewaltsam und widerrechtlich besetzte Gebiete rissen nicht ab. Der Herzog befleißigte sich den geistlichen Klägern wie den beklagten Grafen gegenüber wiederholt einer Vorgehensweise, die annehmen lässt, dass es ihm in erster Linie um die Vermeidung kriegerischer Auseinandersetzungen gegangen sein muss. Ergaben sich für Ludwig jedoch günstige politische Konstellationen, wie etwa 1218, zögerte er nicht, den Bogener Stiefsohn durch die Gründung Straubings mit seiner herzoglichen Präsenz unmittelbar und unverrückbar zu konfrontieren. 20.02.25 | Denkmalpflege in Niederbayern: Erfolge, Herausforderungen und PerspektivenDonnerstag, 20. Februar 2025, 19.30 Uhr | Eintritt frei Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Denkmalpflege in Niederbayern: Erfolge, Herausforderungen und Perspektiven Der Vortrag beleuchtet die aktuelle Situation der Denkmalpflege in Niederbayern. Ausgehend von einem kurzen Rückblick auf die Entwicklung des Denkmalschutzgesetzes von 1973 werden die seither erreichten Fortschritte und Herausforderungen anhand konkreter Beispiele aus Niederbayern aufgezeigt. Dabei wird sowohl auf bemerkenswerte Erfolge als auch auf Rückschläge in der Denkmalpflege eingegangen. Darüber hinaus wird ein Ausblick auf neue Herausforderungen und die zukünftige Entwicklung der Denkmalpflege gegeben. 23.01.25 | Die Globenbauer Johann Ludwig und Johann Philipp AndreaeDonnerstag, 23. Januar 2025, 19.30 Uhr | Eintritt frei Veranstaltungsort: Vortragssaal Gäubodenmuseum, Fraunhoferstr. 23, 94315 Straubing Die Globenbauer Johann Ludwig und Johann Philipp Andreae Das Gäubodenmuseum in Straubing besitzt einen Himmelsglobus mit einem Durchmesser von 13,5 cm, hergestellt 1716 von Johann Ludwig Andreae (1669-1725). Auch sein Sohn Johann Philipp Andreae (1699-1760) hat 1726 Globen gleicher Größe hergestellt. Wie es zur Produktion dieser Globen kam, soll im Vortrag an Hand der Lebensgeschichte von Vater und Sohn vorgestellt werden.
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